Archiv für Dezember 2017

Geplanter „Google Startup Campus“: Stören – Besetzen – Blockieren – Sabotieren – Verhindern!

Bezahlbaren Wohnraum für alle schaffen – Gewerbemieten senken – Immobilienkonzerne enteignen!

Anfang 2018 soll in Kreuzberg in der Ohlauer Straße (im alten Umspannwerk, Ecke Paul Linke Ufer) ein sogenannter „Google Startup Campus“ eröffnen. Auf einigen tausend Quadratmetern will Google einen Ort schaffen, wo nicht nur diverse sogenannte „Startups“ Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch finden, sondern wo vor allem Google selbst frühen Zugang zu möglicherweise profitablen neuen Ideen erhält und nebenbei eine Menge Daten abgreifen kann.

Google ist einer der größten Konzerne der Welt und verdient sein Geld vor allem mit der Sammlung und Auswertung persönlicher Daten, mit Überwachtungstechnik, aber auch in diversen anderen Feldern, etwa in der Zusammenarbeit mit dem Militär. Google steht für einen kompromisslosen, knallharten, neoliberalen Kapitalismus, inklusive Steuervermeidung in großem Stil und der engen Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen und Geheimdiensten.

Konzernen wie Google ist es fast egal, ob sie 20, 40 oder 100 Euro pro Quadratmeter Miete bezahlen. Sollte Google tatsächlich den „Start Up Campus“ in Kreuzberg eröffnen, droht eine weitere drastische Steigerung der eh schon hohen Wohn- und Gewerbemieten in der Umgebung. In London, wo von Google ebenfalls bereits 2012 ein solcher „Startup Campus“ eröffnet worden war, verdoppelten sich in der Folge die Gewerbemieten in den angrenzenden Bezirken innerhalb von weniger als zwei Jahren.

Wir haben keinen Bock auf diese ganze Scheiße. Wir wollen keinen „Google Startup Campus“ in Kreuzberg, und wir wollen keine Kieze, in denen nur noch für eine gutverdienende Mittelschicht Platz ist.

Denn es ist natürlich nicht nur Google. Viel zu lange schon findet in Kreuzberg, Neukölln und anderen Innenstadtbezirken eine fast ungebremste Entwicklung von steigenden Mieten und Verdrängung statt. Schon heute gibt es rund um den geplanten „Google“-Standort weder freie Wohnungen für Menschen mit geringen Löhnen oder Hartz 4 noch preiswerte Gewerbeflächen. Mit den steigenden Mieten kommt die Aufhübschung der Innenstadt, verbunden auch beispielsweise mit vermehrten Schikanen gegen Obdachlose und zunehmender rassistische Polizeigewalt gegen Migrant*innen.

Wir denken, dass es an der Zeit ist, denjenigen, die von den hohen Mieten, von Verdrängung und rassistischer Polizeigewalt profitieren, gemeinsam und entschlossen entgegenzutreten. Wo Haus-Besitzer*innen und –Verwaltungen hohe Mieten verlangen und die Mieter*innen schikanieren, sollte das konsequent öffentlich gemacht und die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden: Zeigen wir ihnen, dass wir nicht einverstanden sind.

Hausbesetzungen, Mietboykott, Barrikaden – Flugblätter, Platake, Sprühereien – Demonstrationen, Nachbarschaftstreffen, Enteignungen – es gibt vieles, was wir machen können.

Unser Ziel sind selbstverwaltete Häuser und selbstbestimmte Kieze ohne steigende Mieten und Verdrängung, ohne rassistische Schikanen und Polizeigewalt. Wir wollen eine Stadt, in der sich alle Menschen ohne Angst wohlfühlen können.

Eine erster Schritt in diese Richtung könnte die gemeinsame Verhinderung des bescheuerten geplanten „Google Startup Campus“ sein. Lasst uns mit vielfältigen, kreativen, wütenden und solidarischen Mitteln deutlich machen, dass wir auf diesen Google-Scheiss keinen Bock haben. Und lasst uns jetzt schon damit anfangen, Google davon zu überzeugen, erst gar nicht nach Kreuzberg zu kommen.

Wir hätten auch schon eine Idee für die zukünftige Nutzung der von Google geplanten Flächen im alten Umspannwerk in der Ohlauer Straße: Friedel 54 – her mit dem sozialen Zentrum!

Kreuzberg: Verdrängung, Internetkonzerne, Start Ups

Internetkapital ist eben auch nur Kapital und scheisse. Ein weiteres Beispiel in Kreuzberg: Die sogenannten „Samwer-Brüder“ haben offenbar das alte Postgebäude an der Skalitzer Strasse gekauft. Ihr Plan: Start Ups ins Gebäude und den „Privatklub“ rausschmeissen. Ob Internet- oder sonstiges Kapital: Immobilienkonzerne enteignen!

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(geklaut aus dem Tagesspiegel)

Gentrifizierung in Berlin Kreuzberger „Privatclub“ vor dem Aus

Die Samwer-Brüder sollen das frühere Postgebäude an der Skalitzer Straße 85 gekauft haben. Sie verlangen doppelte Miete und geben Konzertverbote. Ralf Schönball

Und wieder hat es einen Kultbetrieb der Kreuzberger Club- und Kulturlandschaft erwischt: Der „Privatclub“ an der Skalitzer Straße 85 hat einen neuen Vermieter und der Käufer des früheren Postgebäudes verlangt doppelt so viel Miete von dem Konzert- und Partyveranstalter wie bisher.

22 Euro je Quadratmeter im Monat fordert der Eigentümer, angeblich die Internet-Unternehmer Samwer. Eine Verlängerung des Mietvertrages über das Jahr 2022 sollen sie auch ausgeschlossen haben, so Club-Betreiber Norbert Jackschenties: „Wir werden verdrängt.“
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„Google Startup Campus“ in Kreuzberg verhindern – für eine linksradikale Kampagne

Wie sich mittlerweile hoffentlich rumgesprochen hat, plant Google für Anfang 2018 die Eröffnung eines sogenannten „Google Startup Campus“ in Berlin-Kreuzberg in der Ohlauer Strasse.

Google ist ein Großkonzern, der nicht nur wie jeder andere kapitalistische Konzern ausschließlich an Profit interessiert ist, sondern seine Profite auch noch mit sehr unangenehmen Methoden macht, etwa mit massenhafter Datenspeicherung und Auswertung. Für die angrenzenden Gebiete in Kreuzberg und Neukölln würde ein „Google Startup Campus“ voraussichtlich eine drastische weitere Verschärfung der bereits stattfindenden Entwicklung von steigenden Mieten und Verdrängung bedeuten.

Wir haben keinen Bock auf diesen Scheiss. Wir denken jedoch, dass es eigentlich ganz gute Chancen gibt, durch kreativen, wütenden, vielfältigen Protest nicht nur Google ordentlich zu nerven, sondern vielleicht sogar den geplanten „Google Campus“ noch zu verhindern.
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„Google Campus“ in Kreuzberg verhindern! Planungs- und Diskussionstreffen 07.12.

„Google Startup Campus“ in Berlin-Kreuzberg verhindern!

Planungs- und Diskussionstreffen

Donnerstag, 7. Dezember 2017, 19 Uhr

NewYorck im Bethanien, Mariannenplatz 2a

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Einer der weltgrößten Konzerne, „Google“ bzw. deren Mutterkonzern „Alphabet“, plant für Anfang 2018 die Eröffnung eines sogenannten „Google Startup Campus“ in Berlin-Kreuzberg in der Ohlauerstraße.

Google ist ein gigantischer Konzern im Bereich Internet und Technologie, der jährlich Milliarden an Gewinnen erwirtschaftet. Entgegen seiner Außendarstellung ist Google kein „guter“ Konzern. Wie anderen Konzernen auch ist diesem Konzern nichts zu dreckig, wenn sich damit Profite erwirtschaften lassen. Massenhafte Überwachung und Datensammlung, Ausnutzung von Monopolstellungen, Zensur, Zusammenarbeit mit dem Militär – hierfür steht Google.

Google steht auch für hemmungslosen, ungezügelten Kapitalismus. So zahlt Google auf seine Milliardenprofite in Europa dank diverser Bilanztricks so gut wie keine Steuern – und ist darauf auch noch stolz.

Durch den geplanten „Google Startup Campus“ will Google frühzeitig Informationen über möglicherweise profitable Ideen erhalten, profitversprechende Startups an Google binden und natürlich auch hier wieder Unmengen an Daten über die Nutzer*innen sammeln.
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