Pressemitteilung: Nein zu runden Tischen mit Politik und Google

Zu den Versuchen von Google und Vertreter*innen der Berliner Politik,
uns zu einem Runden Tisch einzuladen und Kompromisse für die
widerstreitenden Interessen in Kreuzberg zu finden sagen
wir, einige Anwohner*innen und Initiativen, die den Google Campus im
Umspannwerk in der Ohlauerstraße verhindern wollen: Es gibt nichts zu
verhandeln und wir lassen uns nicht spalten!

In den vergangen Wochen wurden einige von uns von Rald Bremer
(Pressesprecher vom Google Campus) oder Vertreter*innen der Politik
angesprochen, ob wir Interesse an gemeinsamen Gesprächen hätten. Ganz
offiziell machte der Baustadtrat Friedrichshain-Kreuzbergs, Florian
Schmidt (Grüne) bereits am 10.04.2018 in der taz
(http://www.taz.de/!5497632/) einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen. Er
möchte einen Runden Tisch einberufen– mit welchen Akteur*innen aus der
Stadt ist noch unklar, aber auf jeden Fall mit Google – um den
Konflikten im Kiez beizulegen. Eine einvernehmliche Lösung mit Google
steht für uns jedoch nicht zur Debatte.

Erstens führt die Ansiedlung des Google Campus unweigerlich zu weiteren
Mietsteigerungen. San Francisco und das nahegelegene Silicon Valley
heben vorgemacht wo das hinführt: Die Innenstadt für hippe, junge und
vermögende Menschen, der Rand für den Rest.

Zweitens steht Google für eine Zukunft, die wir nicht wollen. Das
Unternehmen Google vertritt die Idee einer vollständig verdateten und
überwachten Gesellschaft, in der einzig der Markt die Gesellschaft
koordiniert. Das passt nicht zu einer solidarischen Stadt, wie wir sie
uns wünschen!

Drittens hat uns die Erfahrung mit der etablierten Politik in
vergangenen stadtpolitischen Kämpfen immer wieder gezeigt, dass von
solchen runden Tischen nichts zu erwarten ist. Wir erinnern an dieser
Stellen an die Räumung des sozialen Zentrums Friedel54, die
Refugee-Proteste vom O-Platz oder den Ausgang von #besetzen, die trotz
Runden Tischen und Kompromiss-Verhandlungen schlussendlich brutal
geräumt wurden.
In unserem Fall gibt es nichts, was es an einem Runden Tisch zu
verhandeln gäbe. Wir wollen KEINEN Google Campus. Google und Senat
jedoch sind sich einig: Ein Runder Tisch stellt den billigen Versuch
dar, die stadtpolitischen Bewegung gegen den Google Campus von oben
herab zu spalten und auf unsere Kosten zu befrieden. Er soll vor allem
die „Unbelehrbaren“ von denen trennen, die sich „kooperationsbereit“
zeigen.

Daher setzen wir uns an keinen Runden Tisch. Stattdessen rufen wir alle
Initiativen und Einzelpersonen auf, es uns gleich zu tun und sich
stattdessen den Protesten anzuschließen und den Google Campus zu
verhindern! Keine Spaltung zugunsten des Kapitals!

Gezeichnet:

Initiative Counter Campus

( counter_campus@riseup.net )

»No Google Campus«-Bündnis

( nogooglecampus@mailbox.org google-ist-kein-guter-nachbar.de )

GoogleCampus&CoVerhindern

( googlecampusverhindern@riseup.net googlecampusverhindern.blogsport.de
Presse Tel.Nr.: 0152 177 49290 )


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