Archiv für September 2018

Kundgebung gegen neues „Startup“-Zentrum in der Prinzenstraße

***English below***

AKTION VOR DER TÜR DES BERLIN ART PRIZE FREITAG, 28.09.2018, 20:00 – 1:00 UHR
Prinzenstraße 34, U-Bahn Moritzplatz

Im Sommer dieses Jahres wurde die Kreuzberger Filiale des Autoverleihers Robben und Wientjes in der Prinzenstraße geschlossen. Das Gelände wurde an die Firma Pandion verkauft, sechstgrößter
Immobilienentwickler Deutschlands. Was kommt, ist eine 150 Millionen Euro schwere Gewerbeimmobilie mit dem Namen “The Shelf“: ein neues Zuhause für Startups und Firmen, die sich die Miete von 20-25 € / qm leisten können. Ein geringer Bruchteil (3,8%) der Flächen sollen für einen reduzierten Preis an ansässige Gewerbe vergeben werden – aber nur für 10 Jahre. Uns ist das zu wenig! Hier kriegen wir keinen Fuß mehr rein. (mehr…)

Google – Wie ein Konzern den Journalismus dominiert

(geklaut von hier)

Der Suchmaschinen-Konzern ist für die Verlagsbranche beinahe unverzichtbar. Doch Googles Dominanz scheint kaum jemand zu stören. Eine Datenanalyse von netzpolitik.org zeigt, wie Google mit einem 150-Millionen-Euro-Programm den Medienverlagen Honig ums Maul schmiert. Hier unser Einblick in die Welt des Google-finanzierten Journalismus. (mehr…)

Neue Newsletter-Liste!

Ab sofort wird es regelmässig-unregelmässig einen Newsletter zum Kampf gegen den geplanten „Google Startup Campus“ in Berlin-Kreuzberg geben.

Du willst über Termine, Aktionen und sonstige wichtige Neuigkeiten per E-Mail informiert werden? Um Dich für den Newsletter einzutragen, kannst Du entweder eine Mail an googlecampusverhindern-subscribe // at //lists.riseup.net schicken oder dich hier direkt in die Newsletter-Liste eintragen.

Samstag, 22.09.18 // ab 19 Uhr // Anti-Google-Tresen in der Meuterei

Meuterei: Google-Campus Kreuzberg verhindern – (Tech)Herrschaft abschaffen

Google will in Kreuzberg einen Start-Up-Campus eröffnen. Aber was macht Google eigentlich alles? Herrschaftsstrukturen verändern sich, weiten sich aus und dringen in alle Bereiche des Lebens ein. Was macht dieser technologische Angriff? Außerdem ein paar Informationen über den Google-Campus Berlin. Danach Diskussion: Wie technologische Herrschaftsstrukturen angreifen anhand eines konkreten Projektes wie dem Google-Campus?

Außerdem: Mit den „Best of Cocktails“ gegen Google trinken und zu analoger technologiekritischer Musik vom Plattentellen wippen. Solikohle geht in den Widerstand gegen GoogleCampus!

Ein Jahr „Factory Berlin“ in Treptow – nerven & stören!

Rund um die „Factory Berlin“ an der Lohmühlenstraße in Treptow, in direkter Nachbarschaft zum Görlitzer Park – einem exemplarischen Projekt von Verdrängung von Kleingewerbe und Künstler*innen zugunsten hoher Profite und Räumen für die Tech-Startup-Szene – ist es viel zu ruhig. Auch Google hat hier bereits heute übrigens Büro- und Gewerbeflächen.

Es lohnt sich vielleicht ein gelegentlicher Blick auf die „Factory“-Homepage: Es gibt viele Möglichkeiten, die Betreiber*innen und Nutzer*innen der „Factory“, also diejenigen, die von Verdrängung direkt profitieren, zu nerven und zu stören.

„Come along and join us for checkout drinks this coming Friday with your fellow community members. We will have drinks and some chill-out tunes to prepare you for the weekend. Join us in our Factory Cafe, located on the Ground Floor.“ Warum nicht hier mal vorbeischauen am einem beliebigen Freitag, und sagen wie scheiße wir sie finden?

Bis Juli gabs auch noch regelmässig den „After work run“ der „Factory“ im Görlitzer Park – vielleicht auch eine gute Möglichkeit, den Factory-Arschlöchern vielleicht mal ordentlich die Meinung zu sagen, falls das nochmal stattfinden sollte?

Ein Jahr „Factory Berlin“ in Treptow – ein Jahr Rausschmiss & Verdrängung

## Eine Geschichte von Startups und Verdrängung ##

Büromieter fürchten Kündigungen Ende Juni
Berüchtigter Immobilienbesitzer Marweld kauft historisches Fabrikgebäude in Alt-Treptow

Für eine Investitionssumme von 23 Millionen Euro hat der Immobilienbesitzer Boris Gregor Marweld ein Bürogebäude in Alt-Treptow gekauft. Die Mieter fürchten nun ihre Kündigung Ende des Monats.

Als Ralf Güthe am 17. Mai einen Brief von der »Stiftung Bildung und Handwerk« bekommt, das Haus mit seinem Büro sei verkauft und er solle ab Juni seine Miete an die »JoLo Berlin Liegenschafts-GmbH« überweisen, hatte der Kräuterlikör-Hersteller gerade die Produktionsräume seiner kleinen Firma umfangreich ausgebaut. Bereits 19 Jahre ist der Geschäftsführer von »sensatonics« Mieter in der Lohmühlenstraße 65, einem roten Klinkerbau am Ende des Görlitzer Parks, in dem auf vier Etagen vor allem Selbstständige wie Psychologen, Übersetzer und Geisteswissenschaftler arbeiten. (mehr…)

Google Campus geräumt – wir besetzen weiter!

(geklaut von hier)

Wir haben heute den Google Campus erfolgreich besetzt. Die Aktion ist Teil des Kampfes gegen steigende Mieten und Verdrängung in Berlin. Der geplante Google Campus würde diese Entwicklung weiter zuspitzen.
Geplant war eine Kiezversammlung um 18 Uhr vor Ort, um über eine sinnvolle Nutzung des Gebäudes zu diskutieren. Wir sind nicht überrascht darüber, dass der hochgerüstete Staatsapparat dies zum Schutz des Privateigentums verhindert hat. Obwohl mittlerweile die Hälfte der Berliner Bevölkerung Besetzungen begrüßt, haben die Staatsbüttel nichts Besseres zu tun, als die Situation in der üblichen Schlägermanier zu klären; sechs Leute wurden brutal festgenommen. Auch das überrascht uns nicht.
Aber wir haben noch einige Überraschungen in petto. Wir werden weiter besetzen, sabotieren und uns Orte aneignen. Solange bis wir es nicht mehr müssen.
Der heiße Herbst hat gerade erst begonnen!

Der Rat der Besetzerinnen

Mehr Presse

Schon vorher war der Protest gegen den geplanten „Google Startup Campus“ international ein Thema, wie etwa ein kleiner Blick auf unseren (unvollständigen) Presse-Spiegel zeigt.

Durch die Besetzung gab es jetzt erneut ein großes Presseecho, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern international; so sind etwa Beiträge zur Besetzung bei CNN-Türkei und in Nigeria erschienen.

Auch wenn die Besetzung nach kurzer Zeit bereits brutal durch die Polizei geräumt wurde, hat sie – hoffentlich – Google einmal mehr klargemacht, dass es überhaupt keine gute Idee ist, ausgerechnet in Kreuzberg einen „Google Startup Campus“ eröffnen zu wollen. Solidarische Grüsse an alle von Polizeigewalt Betroffenen!

„Google Startup Campus“? Gemeinsam verhindern!

Ohne Worte

Solidarität mit den von Polizeigewalt Betroffenen!

Laut Twitter sind mindestens 6 Aktivist*innen von der Polizei in die Gefangenensammelstelle (GeSa) am Tempelhofer Damm verschleppt worden.

Wir sind solidarisch mit allen von Polizeigewalt Betroffenen, mit Verletzten und Festgenommenen! Die Gefangenen in der GeSa sind unverzüglich und sofort freizulassen!

Auch die Polizeigewalt, die hier der rotrotgrüne Senat auf friedliche Aktivist*innen loslässt, wird unseren gemeinsamen, wütenden, kreativen, bunten, vielfältigen und hoffentlich erfolgreichen Protest gegen den geplanten „Google Startup Campus“ nicht stoppen!

Aktuelle Infos (nicht nur) über die Situation der Gefangenen gibts weiterhin auf twitter.

Vorläufiger Überblick Presse

  • Google-Besetzung in Berlin: Das sollte nur ein Anfang sein (taz)
  • Besetzer: Google soll gehen (nd)
  • Polizei beendet Besetzung des Google-Campus (Tagesspiegel)
  • Proteste gegen Gentrifizierung – Polizei räumt besetzten Google-Campus in Kreuzberg (Berliner Zeitung)
  • Aktivisten besetzten Google-Campus in Berlin (golem.de)
  • Demonstration: Polizei geht gegen Aktivisten am Google Campus vor (Berliner Morgenpost)
  • Polizisten lösen Blockade vor dem Google Campus auf (rbb)
  • Protest gegen Mietenerhöhung: Aktivisten besetzen Google-Campus in Kreuzberg (BZ)
  • Protest gegen US-Konzern – Aktivisten besetzen den Google-Campus in Kreuzberg (Berliner Kurier)
  • Herbst der Besetzungen eröffnet – Google Campus besetzt (indymedia.de)
  • Gebäude geräumt, Polizeigewalt. Jetzt erst recht: Campus verhindern!

    Mittlerweile hat die Polizei gewaltsam geräumt, es gab Festnahmen.

    Wir sagen: Heute ist nicht aller Tage – wir kommen wieder, keine Frage!

    Jetzt erst recht: GEPLANTEN GOOGLE STARTUP CAMPUS GEMEINSAM VERHINDERN!!!

    Wir werden der Albtraum für das Google-Management sein…

    Geplantes „Google Campus“-Gebäude besetzt!

    (geklaut von hier)

    Mehr Infos gibts u.a. auf twitter.

    Google Campus besetzt!

    Wir haben heute das Umspannwerk in Kreuzberg besetzt, um den dort geplanten Google Campus zu verhindern, damit gegen die explodierenden Mieten vorzugehen und den Ort für etwas Besseres zu öffnen.

    Der Google Campus soll ein Magnet für nervige Jungunternehmer werden, von deren IT-Klitschen (»Start-Ups«) sich Google neue Ideen für das Konzerngeschäft verspricht. Neue Tech-Unternehmen treiben die Mieten in der Gegend weiter in die Höhe. Wo das endet, kann man in San Francisco beobachten, das mal eine halbwegs lebenswerte Stadt gewesen sein soll. (mehr…)

    Termine

    Freitag, 7.12.18 // 18 Uhr bis 19Uhr // vor dem Umspanwerk

    NOISE Against Google (immer noch!)

    Berlin: 20 Jahre Google – Happy Birthday Gentrification!

    Nun ist es soweit: Bereits heute werben Immobilienunternehmen mit der Nähe zum zukünftigen „Google Campus“ in Berlin Kreuzberg, obwohl dieser noch gar nicht eröffnet hat.

    Die dramatischen Auswirkungen einer tatsächlichen Eröffnung des „Google Campus“ werden etwa an dieser aktuellen Anzeige auf „Immonet“ (1) deutlich.

    Eine einfache Gewerbefläche im Hinterhaus von 205 m² wird hier für sage und schreibe 875.000 Euro zum Kauf angeboten – das sind 4.270 Euro pro m². Hinzu kommt eine Provision von 62.000 Euro bei Vertragsabschluss für das Makler-Unternehmen. Der hohe Preis wird u.a. begründet mit der Nähe zum zukünftigen Google Campus. (mehr…)

    Donnerstag, 13.09.18: Offenes Anti-Google-Treffen

    Noch in diesem Herbst soll der sogenannte „Google Startup Campus“ in der Ohlauer Straße eröffnen. Viele Menschen finden das scheisse. Google ist ein Scheiß-Konzern, und ein „Google Campus“ hätte dramatische Folgen für die Umgebung in Form von noch schneller steigenden Mieten und noch mehr Verdrängung. Die Chancen, dieses Pläne zu durchkreuzen, sind aber vielleicht gar nicht so schlecht. Der Initiativkreis „Google Campus verhindern“ – ein Zusammenschluss von Menschen aus anarchistischen, autonomene, linksradikalen, emanzipatorischen, libertären, kommunistischen Zusammenhängen – lädt zum offenen Treffen: Gemeinsam den geplanten „Google Startup Campus“ verhindern!

    Donnerstag, 13.09.18 // 20 Uhr // NewYorck im Bethanien (Mariannenplatz 2a): Offenes Anti-Google-Treffen

    Demonstration 29.09.18: Liebig 34 verteidigen!

    Unser Protest gegen den geplanten „Google Campus“ ist immer auch ein Protest gegen die kapitalistische Stadtentwicklung, gegen steigende Mieten und Verdrängung, gegen Zwangsräumungen und Polizeigewalt, gegen Armut und Ausgrenzung. Deswegen: Heraus auf die Straße in Solidarität mit dem räumungsbedrohten Hausprojekt Liebig 34 in Friedrichshain! Die Liebig 34 „gehört“ zum Immobilien-Imperium von Padovicz, ein besonderes mieses Vermieter-Arschloch, dem in Friedrichshain über 200 und in ganz Berlin wohl etwa 3000 Häuser gehören. (mehr…)

    Weg mit Google! Alternativen zu „Android“ auf Smartphones

    Google schnüffelt diverse Daten der Nutzer*innen aus – natürlich auch mit „Android“ als Smartphone-Betriebssystem, etwa über den Standort des Nutzers. Als Google-Nutzer*in hat mensch kaum Möglichkeiten, sich gegen diese permanente Ausschnüffelei und Überwachung zu wehren. Obwohl diese miese Praxis Googles seit langem bekannt ist, weigert sich Google hier etwas zu ändern.

    Deswegen: Schöner leben ohne „Google“! Bei systemli.org gibts etwa eine ausführliche Anleitung, wie ein Smartphone auch ohne Google funktioniert. Oder wenn ihr es nicht selber machen möchtet, checkt mal resist.berlin

    Fight Gentrification – Google Campus & Co verhindern!

    Pressemitteilung: Erfolgreiches Wochenende gegen den geplanten „Google Startup Campus“

    Berlin, 02.09.18

    Ulrike Schneider vom Bündnis „Google Campus verhindern!“ ist zufrieden: „Das Wochenende ist für die Gegnerinnen und Gegner des geplanten „Google Startup Campus“ erfolgreich verlaufen.“

    Bereits am Donnerstag Abend war auf der „Kiezversammlung gegen Verdrängung“ im SO36, an der über 150 Menschen teilnahmen, der Protest gegen den geplanten „Google Startup Campus“ ein zentrales Thema.

    An der Demonstration, die am Samstag vom Oranienplatz zum geplanten „Google Startup Campus“-Standort in der Ohlauer Straße führte, nahmen 300 Menschen teil. Auf Transparenten und Plakaten, in Redebeiträgen und Sprechchören wurde die Ablehnung des Campus sichtbar und lautstark deutlich gemacht. (mehr…)

    Google-Produkte sind scheiße: Mails von „Gmail“ werden mitgelesen

    Wieder mal eine schlechte Nachricht über Google, die uns allerdings nicht überrascht: Mails von Nutzer*innen von Google-Mail-Konten („Gmail“) werden teilweise einfach so, ohne Information der Nutzer*innen, von realen Menschen mitgelesen.

    „Tech’s ‘Dirty Secret’: The App Developers Sifting Through Your Gmail“, titelte das „Wall Street Journal“. Ein ausführlicher Bericht (auf englisch) findet sich hier, kürzere Informationen (auf deutsch) etwa hier.

    Wie gesagt: uns überrascht das überhaupt nicht, und wir denken, das könnte und sollte wieder mal Anlass sein, sich von „Google“-Produkten zu verabschieden. Infos über Alternativen finden sich etwa hier.