Archiv der Kategorie 'Redebeitrag'

Redebeitrag: Wie ein BMW-Marketingprojekt aus dem Wrangelkiez verscheucht wurde

Hallo zusammen,

beim letzten Kiezspaziergang gegen den Google-Campus haben wir euch die kleine Geschichte der Cuvrybrache erzählt. Heute wollen wir einen Teil davon rausgreifen. Und zwar wie die Imageveranstaltung BMW-Guggenheim-Lab dort aus Kreuzberg rausgeschmissen wurde.

Im Sommer 2012 sollte auf der Cuvrybrache das BMW-Guggenheim-Lab entstehen. Das Jahr zuvor war es in New York, 2013 gings nach Mumbai. Danach war dann plötzlich Schluß, eigentlich sollte es noch bis 2016 weiter gehen. Laut dem Leiter des BMW-Kulturengagements hatte „der heftige Streit um das Projekt in Berlin mit der Entscheidung aber nichts zu tun.“

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Redebeitrag von Capulcu

Mit Spannung verfolgen wir die Entwicklung und den Kampf hier in Berlin.
Von den USA wissen wir, dass der technologische Angriff auf die
Lebensformen einer ganzen Gesellschaft aus Clustern organisiert wird -
Zusammenballungen von Unternehmen. Und hier sind es nicht nur die
zentralen Unternehmen, sondern auch die Sammelpunkte ihrer technischen
Intelligenz, aus dem die Angreifer und ihre Strategien erbrütet werden.
Ein solcher Sammelpunkt ist der neue Start-up Campus hier in Berlin.
Berlin hat den stärksten Cluster des gegenwärtigen Angriffs in
Deutschland, ein führender Cluster in Europa, mit der vitalsten
Start-up-Szene.

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Redebeitag von der Friedel54 im Exil

Unser Kiezladen in der Neuköllner Friedelstr. 54 wurde Ende Juni 2017
geräumt. Über 700 Bullen und 38 Zivilbeamte waren im Einsatz und räumten
brutal eine 150-köpfige Sitzblockade. Wir möchten uns an dieser Stelle
noch einmal bei allen Unterstützer*innen bedanken, die uns am Tag der
Räumung und in der Zeit davor so stark untersützt haben.
Trotz der brutalen Räumung gibt es uns, das Friedel Kollektiv immer
noch! Wir streiten weiter als Friedel im Exil. An verschiedenen Orten
und in verschiedenen Räumen gibt es nun kostenlose Mietrechtsberatungen,
Essen gegen Spende, Tresenabende und Info-Veranstaltungen, zum Beispiel
zu Gentrifizierung, Antifaschismus oder Selbstorganisation.
Auch wenn uns unser Raum genommen wurde, haben wir in diesem Kampf viel
gewonnen. Wir sind als Kollektiv zusammen gewachsen und konnten
Solidarität erleben. Wir konnten fast ein Jahr mietfrei arbeiten,
kochen, diskutieren und feiern. Wir konnten der Hausgemeinschaft Platz
bieten für ihren Kampf gegen Mieterhöhungen und ungewollte
Modernisierung. Wir konnten weitere Menschen und Hausgemeinschaften
motivieren zu kämpfen und sie dabei unterstützen. Wir konnten viel
Wissen und Erfahrung sammeln, die wir nun gerne weitergeben.
Für uns ist dieser Kampf nicht vorbei. Er geht jeden Tag weiter!

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Redebeitrag der Kampagne „Make Amazon pay“

„Bei Google und Amazon kreuzen sich zentrale Tendenzen des gegenwärtigen Kapitalismus, aber auch des Widerstands gegen sie“

Liebe Kreuzberger*innen,

wir von der Kampagne „Make Amazon pay“ sind gebeten worden, ein paar Worte über unsere Kampgane, die Kämpfe bei Amazon und euren Kampf an euch zu richten. Damit ihr uns einornden könnt, wagen wir einen Rückblick auf die erste Aktion der Kampagne am vergangegen „Black Friday“.

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Redebeitag von DeliverUnion

Redebeitrag von der DeliverUnion-AG für den Kiezspaziergang von googlecampusverhindern

Die DeliverUnion sind Arbeiter*innen von den Fahrrad-Essenslieferdiensten Foodora und Deliveroo, die sich seit etwa einem Jahr in der FAU Berlin gegen die Arbeitsbedingungen in beiden Unternehmen organisieren.

Deliveroo ist ein StartUp mit Hauptsitz in London, das inzwischen Fahrer*innen in dutzenden Städten auf der ganzen Welt beschäftigt. Wobei eigentlich alles, was Deliveroo bereitstellt, eine App und eine Internetseite ist. Die Fahrer*innen hier sind inzwischen fast ausschließlich als „Freelancer“ beschäftigt. Das bedeutet: Sie müssen nicht nur das Fahrrad, das Handy und die komplette Ausrüstung stellen, die man für diesen Job braucht (Rucksack, Kleidung, etc.). Sie bekommen auch kein Kranken- oder Urlaubsgeld von Deliveroo, keine Unfallversicherung, und keinen festen Stundenlohn. Jede abgeschlossene Lieferung bringt 5€ – darüber hinaus gibt es nichts.

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Redebeitrag zum FullNodeHub im Postgebäude

Im September 2017 erklärte der Wirtschaftssenat in einer
Pressemitteilung, dass Berlin mit der Eröffnung zweier sogenannter Hubs
seinem Ziel, zum europäischen Silicon Valley zu werden, näher gekommen
wäre. Sinn und Zweck dieser Hubs ist es, Austauschplattformen in real
life zu sein, in denen sich Start-Ups, Wissenschaft, Mittelstand und
Großunternehmen vernetzen und dadurch innovativ tätig werden können. Der
erste Hub-Standort befindet sich in der Hardenbergstraße im ehemaligen
Hauptsitz der Berliner Bank und beherbergt den FinTech-Hub, um
Kompetenzen auf dem Finanztechnologie-Markt zu entwickeln. Der zweite
Standort ist am anderen Ende des Görli in der früheren Agfa-Fabrik.
Unter der Ägide der Factory sollen hier die neuesten Erkenntnisse aus
der Wissenschaft des Internets der Dinge erst in Warenform, dann zur
marktreife gebracht werden.

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